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Vogel Strauss and Appeasement

Business as usual ist vorbei. Die Dinge ändern sich sehr schnell und stürzen zusammen. Es gab leichte Kritik aus dem Bekanntenkreis, dass man doch nicht schwarzmalen soll, solange es einem gut geht. Stimmt grundsätzlich und die meiste Zeit. Hier in Delhi scheint die Sonne, es ist wunderbar grün und die Affenbrotbäume blühen rot. Jeden Morgen hören wir neue Vogelarten im Gebüsch vor unserer Terrasse. Alles wunderbar!

Dennoch sollte man unterscheiden zwischen Appeasement und Pazifismus, zwischen positivem Denken (ich –> Fan) und Vogel-Strauss Taktik. Momentan fällt mir nur auf, wie viele Menschen genug haben von Milleniumspanik und Terrorpanikmache – so dass sie nun keine Lust mehr haben hinzusehen. Das, glaube ich, ist der falsche Weg. Die Dinge fangen erst jetzt an, sich wirklich zu entfalten. Und sie stehen in einem (oder mehreren) grösseren Zusammenhang.
Was jetzt in Amerika (USA+Mexiko) passiert, geschieht morgen in Europa. Das ist nicht nur bei der Jeans-Mode so und bei Pop-Musik. Was passiert in Amerika? In erster Linie – seit mindestens der Bush junior Amtszeit – eine radikale Beschränkung der individuellen Freiheiten und Grundrechte. Dasselbe ist der zunehmende Fall im alter Ego Amerikas, in Grossbritannien, sowie, noch in milderer Form, in den Staaten der EU.
Ich denke bis zu einem gewissen Grad kann man/frau sich aus der Politik raushalten und die kleinen Schweinereien akzeptieren und hinnehmen. Die Frage, die ich mir stelle, ist allerdings, wann die Schweinereien überhandnehmen?
Für Europa kann ich das schlecht sagen. In den USA haben sie definitiv und nachweisbar einen nicht mehr tolerierbaren Grad erreicht, so dass man nun nach all den Jahren seit 2001 guten Gewissens von einer Gesellschaft an der Schwelle zum faschistischen Imperium sprechen kann. (Ein Imperium waren sie vorher auch schon).
Amerika und Europa sind untrennbare Geschwister. Die Welt ist zu klein geworden, als dass man sagen könnte, das gehe uns nix an. Es wird uns angehen – selbst hier im fernen Morgenlande.

Was tun?

Genau weiss ich das natürlich auch nicht. Ich denke aber, dass einer der grundlegend wichtigsten Werte, die persönliche Freiheit ist, und deren versuchte Einschränkung am genauesten beobachtet werden sollte. Beobachten ist grundsätzlich eine wichtige Sache. Beobachten und teilen – mit Bekannten und Freunden. Das Internet spielt da vielleicht die momentan wichtigste zivilgesellschaftliche Rolle. Checks and Balances nennt man das. Die Gesellschaft – jeder in der Gesellschaft – hat die Aufgabe, die anderen zu überwachen und Journalist zu spielen. Nicht in der negativen Art eines NS-Blockwartes natürlich, von oben nach unten – sondern besonders von unten nach oben.
In dem Sinne, dass die einzelnen Bürger wieder den Mut aufbringen, die selbsternannten „Experten“ beiseite zu schieben, die alles für sie geregelt hatten, und wieder selber denken und urteilen.
Wenn man den Imperialisten dokumentieren kann und klarmachen kann, dass man sie durchschaut, dass man ihre Agenda, Strategien, Mechanismen, Weltanschauungen, etc. durchschaut, ist schon viel getan. Solange sie eine Herde von zu Boden blickenden Schafen managen, sind sie sich ihrer Sache sicher. Wenn ihnen die Menschen in die Augen zu blicken beginnen, wird ihre Macht schwinden.

Wer isses?

Und nein, die Imperialisten sind nicht nur die Amerikaner, und schon gar nicht die Juden oder sonstige Stereotype. Ich denke, es sind einfach Menschen – organisierte Menschen, Netzwerke, aber nicht eindeutig zu identifizieren. Eine Hydra. Schlägt man Ihr irgendwo den Kopf ab, wächst ein anderer nach. Man muss den Leib treffen. Und der Leib sind wir – die grosse Menge. Wenn der Leib nicht mehr mitspielt, verdorren die Köpfe des apokalyptischen Tieres und der ganze Schlamassel bricht in sich zusammen wie die Müllhalde der Muppet Show, wenn man den Stecker rauszieht.
“Es ist alles sehr kompliziert”, um es mit dem seeligen Kanzler Sinowatz zu sagen; aber darauf soll man sich nicht ausruhen.

Ach ja, und die Weltregierung: Die Frage ist nicht, ob sie kommen wird, sondern wann und unter welchen Vorzeichen und Umständen. Und sie kommt nicht in der klar identifizierbaren Gestalt eines Dr. No. Was für eine nette Vorstellung, dieselben Elitisten aus den USA und Europa in eine Weltregierung zu hieven…

Good night & good luck!

Vordergründig zahmes Interview mit Professor David Held, London School of Economics / Centre for the Study of Global Governance

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Ron Paul on the survival of the Internet

Here’s quite an interesting interview with Ron Paul (2 Parts) from the Alex Jones Show on why the internet could be switched off:

 

 

 

 

 

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