Monthly Archives: Wednesday March 25th, 2009

Bureaucrazy meets Terrorism

No new pictures at the moment. Today we came into first close contact with original British-Indian bureaucrazy. For registring with a mobile phone company, we had not only to fill out a long carbon copied papers – delivering absurd data as the names of our parents – but also deliver passportcopies and visa-copies. In addition we had to provide one letter from the embassy stating that we are known to them, plus an additional letter confirming our given home address. Any of these papers had to be signed by us separately – adding up to 7-8 signatures for each of us.

The process goes on: We will be test-called over the new phone numbers during the next hours. And – still not over – a person of Airtel will unanaouncedly show up during the next days at Sonya‘s workplace to ask whether we really work there and really are registered there. To really really be sure, we again need to deposit cross-signed photocopies of passport and visa at the reception.

 

Well, there seems to be much mistrust! „No, not at all“, said the senior salesman of Airtel, who visited us in the office, „it is all the government … there is soo much terrorism now in India“.

How strangely this is fitting to a nice infotainment movie on google-video, which I was watching today during lunch and workbreaks. Actually my workbreaks are long, since I had finished watching the documentary by late evening – maybe I get adapted to the climate.

 

Somehow I like this Alex Jones. He is of course a bit more a „Christian“ than we Europeans use to be; and of course he is utterly declamatory (my German genes jubilate);  of course he projects a negative worldview.

BUT – let us just see this as infotainment. This film has the same right to exaggerate and sort facts as every other propaganda-movie or „scientific study“. Therefore, Alex might be quite a positive-thinker during his private time (if he has one). But, if what he has to say is 20% true, I admit that he rather speaks it out loudly.

 

Coming back to bureaucrazy (even writing this word knots my brains): Actually the film has something to do with bureaucrazy – with bureau and with crazy. Aldous Huxley‘s Brave New World is mentioned in this opus – together with the implications of a scientific dictatorship. The faces, the masks have always changed; the people too. 

It reminds me very much of Dostoijewski‘s figures – especially in The Possessed (also called The Demons) – where also he line between light and darkness never had been a clear cut and – even for the reader – was strikingly unclear and ever-changing. In The Possessed, as well as in the excursus on the „Great Inquisitor“ in The Brothers Karamazov, This shadowy borderline was widened into an undefined foggy mist by the power of thinking – by dogmatic philosophy in the first instance and by it‘s adequate heir ,science, in a second act. Dostoijewski already foresaw and described well the monstruous being, which Nietzsche – addicted to rhyme and enchanted by his own daimon – later postulated as the „Übermensch“.

 

Despite the critics about methods and overstatements, Alex Jones draws a very clear picture of the new adaptions of this undying beast – which just named differently, „the Elite“. Take your time to watch the movie & don‘t get depressed! This is just giving an idea of the worst case scenario and points out only the dark side. However this might be necessary for consciously enjoying a world that is hopefully slightly better – since for now we only have the best of all worlds at our disposal.

Expect the unexpected – and a hail to Texas!

 

 

Film on Google-Video: Alex Jones – Endgame

 

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The People – India votes

Heute ist die Luft voller Staub. Offenbar Sand aus der Wüste Thar, die es nach den gestrigen Winden vielleicht herübergeweht hat.

Die Kontraste sind immer noch absurd: Die Arbeiter auf der Delhi-Metro Baustelle unter unserem Balkon verdienen pro Tag ungefähr ein hundertstel von dem was unser Zimmer allein pro Nacht kostet. Da ich annehme, dass sie bei Weitem nicht das ganze Jahr über Beschäftigung finden, kann man grob schätzen, dass unser Zimmer einen Arbeiter-Jahreslohn pro Tag verschlingt. Dafür ist der Steward regelmässig besser angezogen als wir – verdient vermutlich aber auch nicht so viel mehr als seine Landsleute ausserhalb dieser Oase. Nachteilig an der Situation für uns ist, dass man sich gegen die entgegengebrachten Freundlichkeiten kaum wehren kann. Erwiderung führt zu einer Freundlichkeitsinflation auf der anderen Seite und so überlege ich ernsthaft einen etwas muffigeren und harscheren Ton anzuschlagen. Eine weitere Möglichkeit wäre die Schaffung von Arbeit durch gesteigerte Schlampigkeit, das Ausstreuen von Keksbröseln am Boden und Verteilen von Kissen, Bettlaken und Kleidungsstücken übers ganze Zimmer. Ja, auch das Hotelleben hat seine soziokulturellen Fallgruben und eigenen Strukturen…

 

 

Inzwischen haben wir auch “replenish” zum Wort des Monats gewählt. Neben der Minibar werden Handtücher replenished, Shampoos in kleinen Fläschchen, Body Lotions, etc. Wir warten quasi noch darauf, dass uns jemand fragt “May I replenish your Spa?”. – Was für ein vornehmes Wort!

Haben uns daher mit Tennisausrüstung eingedeckt um der kolonialen Bequmlichkeitsfalle entschlossen entgegenzutreten. Zweimal in der Woche Hatha Yoga gehört schon zum fixen Plan und nach der ersten halben Stunde Tennis cum 15 MInuten Schwumm sind wir nun fix&foxi. Erstaunlich doch, was für bisher unbekannte Muskeln sich im eigenen Körper herumtreiben um erstmals nun endlich ein Mandat zu erhalten. Aprospros – sowieso sind gerade Wahlen hier. Haben bisher wenig Durchblick, aber die BJP und eine ominöse „dritte Kraft“ dürften dazugewinnen.

In den meisten Staaten wird im April und Juni gewählt, den heissesten Monaten vor dem Monsun. Ob das schlau ist?

„The People“ hab ich das aktuelle Photoalbum genannt; nach all den Gebäuden und Gräbern hab ich mal das Tele montiert. Wenn man nach Indien reist, dann wegen der Menschen…

 

 

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Humayun’s Tomb und Olde Delhi / Chandni Chowk

Trotz mässiger Erwartungen erwiesen sich die Anlagen um Humayun’s Tomb als wunderbar gepflegte und ruhige Oasen. Vieles hat die Aga Khan Stiftung restaurieren lassen und in den frisch gescheuerten und wieder hergestellten Kanälen fliesst sauberes Wasser. Zumindest unter der Woche waren relativ wenige Menschen dort und so konnte man sich fein unter einen der grossen Bäume in den Schatten setzten und die Zeitung lesen.
Am folgenden Tag (Samstag) sind wir dann das erste mal mit der relativ neuen U-Bahn unterwegs gewesen. Ist sehr schnell und unkompliziert; jedoch wieder Personen und detaillierte Taschenkontrolle, da ja der böse Terrorismus allgegenwärtig ist.
Beim Chandni Chowk sind wir ausgestiegen und Richtung Jama Masjid im Zickzack durchgelaufen, haben dort ums Eck was gegessen. Waren die einzigen Europäer in dem recht lokalen Lokal und sassen in der Mitte des Raumes am Präsentierteller.
Was uns beide leicht erstaunt, ist nicht nur die vergleichsweise Absenz von Hindu-Kultur in der Stadt, sondern dass besonders in der alten Stadt ziemlich viele Frauen nicht nur verschleiert sind, sondern die Burka tragen.

» Bilder von Humayun’s Tomb und Old Delhi

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New Delhi – Spring in Lodi Garden

Am Flughafen treffen wir schon auf den ersten Tschechen mit Skiern am Weg ins Kullu Valley. Laut Foren, die er gelesen hat, seien einige Leute dort am Tourengehen und angeblich plane sogar ein Amerikaner dort demnächst ein Ski-Resort zu eröffnen. Ein interessantes Zusammentreffen und spannende Gerüchte! So ein gemütliches Hüttchen à la Aspen mit Fonduekesseln würde den Recreation-Faktor erheblich steigern.

 

 

 

Auf der Fahrt vom Airport zum Hotel habe ich dann meinen ersten indischen Autounfall gesehen – mit allen

Details wie umgestürztes Auto, Blutpfütze und Fleischstückerln. Die Kontraste sind herb.

Gegenüber unserem Hotel wohnen die Minister für Propaganda und Ackerbau, mehrere Generäle und Admiräle – alle mit Warnschildern am hohen Zaun und  bewaffneten Wächtern. Dazwischen gibt es an der Strasse einen ärmlichen Kiosk, wo wir Wasser kaufen und daneben hocken dunkle Menschen im Schatten, die versuchen mit Hilfe einer Pfanne oder ein paar Nüssen Käufer zu finden.

 

Sind in den nahen Lodi-Garden aufgebrochen zum Bird-watching. Die Vögel-Motive haben sich dann schnell in Streifenhörnchen und Liebespärchen verwandelt oder sind zu Mogul-Gräbern erstarrt. Trotzdem gibt es ein Adlernest hoch oben in einer Baumkrone und ein paar muntere grüne Papageienpärchen. Letztere waren in der Mittagshitze aber zu bequem zum Posieren.

 

Erstaunlich, dass anscheinend Montags ‘Anti-Tout Tag’ ist – oder weshalb starren einen die Inder nun nicht mehr an und verzichten auf jegliches Stalking. Rätsel über Rätsel. Ist Delhi nun (wieder) Weltstadt geworden und gleichmütige abgeklärte Lässigkeit in die Herzen der Händler geschlichen? Oder aber haben Law & Order so stark überhand genommen, wie einige Schildchen vermuten lassen (“Zero tolerance Zone”, etc.)?

Zero Tolerance auch beim Betreten des Hotels, das ja der gleichen Taj-Gruppe gehört, wie jenes in Bombay, das vor ein paar Monaten Ziel von Attentätern wurde. Jedenfalls wird jeder Eintretende gescannt und ebenso das Gepäck geröngt; eigentlich ganz wie am Flughafen, mit Ausnahme vielleicht, dass man Schuhe und Gürtel anlassen darf. Another step in Paranoia?

 

Der Service ist beinahe überkomplett: Der sehr kompetente 24/7-Internetbeauftragte besucht uns im Zimmer – prophylaktisch mit Notfall-Laptop unterm Arm; darauf werden frische Blumen gebracht. Erneut  schrillt die Glocke und der Mundschenk persönlich und in Livree fragt nach, ob schon was in der Mini-Bar zu ersetzen sei (So “Mini” ist sie gar nicht). Die Vögel am Balkon sind ebenso fix angestellt und zwitschern sehr bemüht und in Schichten. Liegengebliebene Kleidungsstücke werden mit Winkel gefaltet und per Schiebelehre ausgerichtet. Beim Frühstück wird einem die Tiroler Marmelade (Darbo – sic!) aus der Hand genommen und geöffnet, etc.

 

Dann haben wir noch Andrea Aftab Pauro flüchtig kennengelernt, der in Montreux studiert hat und hier zwei italienische Restaurants betreibt. Er hielt uns für Rumänen und wir wissen immer noch nicht ganz, wie das nun zu verstehen ist. Das wurde erweitert um die  unvermittelt hervorgetretene brennende Frage, was denn nun der Unterschied zwischen Baseball und Cricket sei. Bitte um konstruktive Kommentare mit Vorschlägen!

Sonya meinte, Cricket sei hauptsächlich langsamer; aber das alleine kann’s ja nicht sein…

 

Ach ja – das Internet funktioniert hier ab der ersten Sekunde, schnell und zuverlässig – im Gegensatz zu gewissen Entwicklungsländern weiter im Westen. Da der Hotel-Monatstarif allerdings sauteuer ist, bloggen wir nun wie die Wilden, damit es sich lohnt.

 

–> Bildergallerie

 

 

 

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